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Freitag, 2 September, 2016

Raucherentwöhnung – kann Süßholz dabei helfen?

Rauchen aufhören NürnbergVor einiger Zeit wurde mir die Frage gestellt, ob es helfen würde beim Rauchen aufhören, sich in einem der Süßwarengeschäfte in Nürnberg Süßholzstängel zu besorgen und darauf herum zu kauen. Man hätte da quasi was im Mund anstelle der Zigarette. Was ich als Heilpraktiker dazu meinte, der ich doch Erfahrungen auf dem Gebiet der Raucherentwöhnung mit Hypnose hätte.

Ich antwortete, dass Süßholz meines Wissens auswurffördernd wirke, ich mir also vorstelle, dass es helfen könne, die durch das Rauchen verschleimte Lunge zu regenerieren. Es könne also wahrscheinlich nichts schaden, in den ersten Tagen der Raucherentwöhnung ab und an mal ein Lakritzbonbon zu lutschen – sofern der Zahnarzt keine Einwände dagegen hätte. Ich selbst habe mal eine Zeit lang Sallos Weichlakritz konsumiert, die schmeckten mir am besten.

„Allerdings“, wendete ich ein, „wenn man sich angewöhnt, anstelle der Zigarette, die man sich früher in der Mund gesteckt hat, nun auf Süßholzstängeln herumzukauen, dann ist die Konditionierung des Verhaltens, sich z.B. in Stresssituationen etwas in den Mund zu stecken, nicht gelöscht, sondern nur verschoben auf Lakritzbonbons. Man ist erstens weiterhin abhängig, zwar nicht mehr von Zigaretten, dafür aber von Süßholzstängeln, und zweitens sehe ich die Gefahr, dass man dann in Null-Komma-Nichts wieder beim Zigarettenrauchen ist. Ich bezeichne das als den „Lucky-Luke-Effekt“ – der einsame Cowboy, der früher eine Zigarette im Mund hatte, kaut heute jugendfreundlich auf einem Grashalm …

Es gibt Leute, die es schaffen, von heute auf morgen mit dem Rauchen aufzuhören – einfach so, weil sie es sich vorgenommen haben. Für diejenigen, die sich dabei schwer tun, wirklich dauerhaft mit dem Rauchen aufzuhören, ist es hilfreich, sich ihrer Ziele und Motivation bewusst zu werden, sich über ihre Verhaltensmechanismen klar zu werden und ihr Rauchverhalten selbstkritisch zu hinterfragen. Im nächsten Schritt ist es dann leichter, quasi eine Umprogrammierung vorzunehmen. Wer das nicht auf eigene Faust schafft, der kann sich Unterstützung in Form eines Nichtraucher-Coachings mit Hypnose holen.“



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