Tai Chi Chuan und QiGong
T´ai-Chi-Ch'uan
Aus eigener leidvoller Erfahrung habe ich gelernt, wie eng körperliches und geistiges Wohlbefinden zusammenhängen. Mit Tai Chi Chuan habe ich eine für mich geeignete Methode gefunden, um Körper und Geist immer wieder in Einklang zu bringen.
Das Tàijíquán (T'aiChi Ch'uan, TaiChi Chuan, verkürzend Tai Chi, Tái Chi oder Tai Chi),ist ein alte chinesische innere Kampfkunst, welche die Aspekte Mediation, Bewegungskunst, Körperertüchigung, Selbstverteidigung umfassend vereint und somit in hohem Maße die Gesundheit und der Persönlichkeitsentwicklung fördert.
Tai Chi stärkt auf schonende Weise Muskeln, Sehnen und Gelenke im gleichen Maße wie körperliche und geistige Spannungen abgebaut werden. Die Körperhaltung verbessert sich und die Wirbelsäule wird von innen heraus aufgerichtet. Durch das Übens stellt sich eine natürliche, vertiefte Atmung ein und der Gleichgewichtssinn verbessert sich. Durch Überkreuz-Bewegungen werden die beiden Gehirnhälften synchronisiert, was sich wiederum förderlich für Kreativität und ganzheitliches Denken auswirkt. Das zusammen führt im Laufe der Zeit zu einer immer besseren Körperwahrnehmung, Konzentration und Aufmerksamkeit.
Nach der chinesischen, taoistischen Philosophie bringt Tai Chi die Lebensenergie (Qi oder Ch´i) in den Energiebahnen (Meridianen), die den Körper durchziehen, zum fließen und zirkulieren. Die Energieströme werden harmonisiert und geöffnet.
Ursprünglich wurde die Kunst des Tai Chi von einigen Familienclans entwickelt und als streng gehütetes Geheimnis nur an die Familienangehörigen weitergegeben. Daher gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Stilen. Im Laufe der Zeit haben sich einige bedeutende herauskristalisiert, die nach den Familiennamen von großenTai Chi Meistern und Begründer benannt sind. Die wichtigsten und bekanntesten sind der Yang-Stil, der Chen-Stil und der Wu-Stil.
Neben der sogenannten "Hand-Form" (waffenlose Form) gibt es im Yang-Stil auch noch die Schwertform, in einigen Stilen auch noch andere Waffenformen wie Säbel- und Fächer- und Stab- (Speer-) Form.
QiGong
QiGong ist der Sammelbegriff für eine Reihe sehr alter chinesischer Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsübungen zur Kultivierung und Harmonisierung von Körper und Geist. Aus dem Buddismus und dem Taoismus kommend stellt Qigong neben der Akupunktur und der Kräuterheilkunst die dritte Säule der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) dar.
Zum QiGong gehören Atemübungen, Körper- und Bewegungsübungen, Konzentrationsübungen und Meditationsübungen. Sie dienen zur Anreicherung und Harmonisierung der Lebenskraft Qi.
Die wahrscheinlich älteste und berühmteste Übungsreihe der Acht Brokate lässt sich bis ins 2. Jahrhundert n. Chr. zurückverfolgen. Die Bezeichnung 8 Brokate bezieht sich auf die Feinheit und die Kostbarkeit eines Brokatgewebes und die 8 einzelnen Übungen, die jeweils auf unterschiedliche Weise auf die Energie-Funktionskreise (Meridian-Systeme / Energie-Kreisläufe) wirken.
Sollten Sie sich entschließen, Tai Chi oder QiGong kennenlernen zu wollen, kann ich Ihnen gerne bei der Auswahl eines Lehrers behilflich sein, der ein nach den grundlegenden Prinzipien ausgerichtetes Tai Chi und QiGong in Ihrer Umgebung unterrichtet.