Psychotherapiepraxis Nürnberg, Eckental

Freitag, 15 März, 2019

Ganzheitliche, beziehungsorientierte Psychotherapie

Ganzheitliche Psychotherapie Nürnberg

Wenn ich gefragt werde, was ich beruflich mache und ich antworte: „Ich mache ganzheitliche Psychotherapie“, dann lautet häufig die nächste Frage: „Und wie funktioniert das?“ Oft sage ich dann: „Ich unterhalte mich mit meinen Klienten und das wichtigste dabei ist, dass ich versuche, sie zu verstehen und mich auf einer menschlichen Ebene auf sie einzulassen.“


Meine ganzheitliche Philosophie basiert weitgehend auf den Ansätzen der Gestalttherapie und Systemtheorie sowie Elementen aus der modernen Hypnosetherapie und traditionellen Weisheitslehren.

Ganzheitlich zu denken bedeutet, den Menschen im kommunikativen Wechselspiel mit seinem Umfeld (z.B. Familie, Freunde, Arbeitskollegen) und vor dem Hintergrund prägender Lebensereignissen zu begreifen. Körper, Geist und Seele bilden eine untrennbare Einheit.

Die Gestalttherapie ist geprägt durch humanistisch-existenzielle Philosophie und hat tiefenpsychologische Wurzeln. Das Wort „Gestalt“ hat nichts mit künstlerischem Gestalten zu tun. „Gestalt“ heißt vielmehr „Ganzheit“ und meint den Prozess, wie wir Menschen wahrgenommene Einzelelemente zu einem für uns sinnvollen Ganzen fügen, so dass wir es verstehen und handhaben können. Durch die Beziehung der einzelnen Elemente zueinander entsteht eine „Gestalt“, deren Bedeutung über die Summe der Einzelteile hinaus geht. Eine Melodie z.B. ergibt sich, weil die Töne zueinander in Beziehung stehen. Deshalb ist die Wirkung einer Melodie durch eine Analyse der Einzelelemente nicht zu erfassen.

Die humanistische Psychotherapie geht davon aus, dass jeder Mensch das nötige Potenzial in sich trägt, sein Leben in einem zufriedenstellenden Austausch mit seinen Mitmenschen zu gestalten. Zu Hindernisse auf dem Weg zu notwendigen Veränderungen kommt es, wenn prägende Lebenserfahrungen und sich daraus ergebende Kommunikationsmuster und Glaubenssätze diesen lebendigen Prozess behindern. Diese Hindernisse gilt es zu verstehen und zu würdigen. Denn eine wertschätzende Haltung mit Respekt und Achtung vor dem Anderen und dessen Lebensgeschichte ist ein zentraler Wirkfaktor der beziehungsorientierten Gestalttherapie.

Auch die Kommunikation zwischen Klient und mir als Berater bzw. Therapeut wird von Kommunikationsmustern beeinfluss, die durch Beziehungserfahrungen geprägt wurden – vielleicht sogar noch mehr als bei Freunden, Familie und Kollegen. Denn in Therapie oder Beratung sprechen wir oft über tiefgründige Themen und Gefühle. Um mehr Bewusstheit über wirkende Kommunikationsmuster zu erlangen nehme ich deshalb häufig Bezug auf das, was zwischen uns geschieht während wir zusammen sitzen – und lade meine Klienten dazu ein, dasselbe zu tun.

Wo Suggestiv-Hypnose oder verhaltenstherapeutische Ansätze nur unzureichend weiterhelfen, entfaltet das „Paradox der Veränderung“ der beziehungsorientierten Gestalttherapie seine Wirkung, denn

Veränderung geschieht, wenn man wird, was man eigentlich ist – und nicht, wenn man angestrengt versucht, etwas zu werden, was man nicht ist.

Gangbare Wege ergeben sich oft in der bewussten Auseinandersetzung mit den festgefahrenen Kommunikationsmustern sowie existenziellen Fragestellungen, z.B. nach dem Sinn des eigenen Lebens, dem Umgang mit der eigenen Sterblichkeit oder Freiheit und Verantwortung. Die Wandlung vollzieht sich u.a. durch das Gefühl, mit allen Facetten menschlichen Seins angenommen zu sein. Im geschützen Rahmen unserer vertrauensvollen Begegnung können Sie neue, heilsame Erfahrungen machen, die Lösungsprozesse in Gang setzen.

Beziehungsfokussierte Gestalttherapie genießt weltweit eine breite Anerkennung. Für viele Indikationen wurde die Wirksamkeit belegt.



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